Gemeinsam aktiv für Familien

Beratung im Rahmen des LAP-Projektes „Netzwerk Familie“ am 28.11.12 in Hermsdorf

 

Welche Sorgen plagen junge Eltern, was wünschen sie sich und welche Unterstützungsangebote könnten zusätzlich zu den bereits bestehenden entwickelt werden, um den Familien zu helfen und sie zu fördern? Fragen, die auf Initiative des Deutschen Familienverbandes, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem LIBa e.V. in den vergangenen Wochen mit Akteuren der Familienberatung, -bildung und -unterstützung, mit Vertreterinnen aus Kitas und Kommunen sowie der Kreisverwaltung des Landkreises Börde zunächst bilateral besprochen wurden.

Auf einer ersten Beratung am 28. November 2012 im Mehrgenerationenhaus Hermsdorf wurden die vorliegenden  Ergebnisse vorgestellt, Ideen gesammelt und neue Kooperationen  angebahnt.

Die Gemeinde Hohe Börde als Gastgeber des Treffens ist hinsichtlich der Förderung von Familien sowie der Partizipation junger Eltern bereits sehr aktiv. So konnte Gudrun Meyer, Leiterin von Kita und Hort, auf einen Übersichtsplan im Foyer des Mehrgenerationenhauses verweisen, den ihre Stellvertreterin, Janine Warnke, mit viel Fleiß zusammengestellt hat. Auf einen Blick sind hier z.B. Beratungsstellen, Ärzte, Ergotherapeuten, Logopäden, lokale Vereine und ortsansässige Firmen sowie weitere Kontakte und Anlaufstellen für Familien zu finden.

Eine nachahmenswerte Methode, um Unterstützungsangebote transparent zu machen und Familien in ihrer Kompetenz zu stärken – finden die Initiatoren des „Netzwerkes Familie“.

Zu Beginn der Beratung wurde darauf verwiesen, dass mit dem Projekt „Netzwerk Familie“ ein Leitziel des Lokalen Aktionsplanes Börde untersetzt wird. Die Idee hierzu kam bereits auf der Zielentwicklungskonferenz zum LAP im Jahr  2011. Auf Anregung der Seniorenhilfe Haldensleben fand das Thema Familie damals Eingang in die lokale Strategie des LAP Börde.

Neben guten Praxisbeispielen ist schon im Rahmen der Umfrage  eine Fülle an kreativen Ideen zusammengekommen, die es nun gilt, gemeinsam weiterzuentwickeln. Nadine Schulz vom DFV Sachsen-Anhalt e.V. und Evelyn Brämer vom LIBa e.V. hatten im Ergebnis der Erhebung erste mögliche Arbeitsschwerpunkte herausgearbeitet, die wiederum Grundlage für vier definierte Initialmaßnahmen waren, die in der zunächst kleinen Beratungsrunde zur Diskussion standen. Spätestens im Januar sollen diese ersten Maßnahmen von den jeweils relevanten Akteuren kooperativ in Angriff genommen werden. Aufgaben und Verantwortlichkeiten hierfür wurden während der Beratung bereits festgelegt.

Nicht zuletzt ist vorgesehen, insbesondere die jungen Eltern direkt nach ihren Wünschen zu befragen und sie in die Entwicklung neuer Unterstützungsangebote einzubeziehen. Quer durch alle Lebensbereiche soll so versucht werden, die Familien möglichst optimal zu fördern und zu unterstützen.

Hilfreich sind manchmal schon die kleinen Dinge, das Wissen voneinander und der Informationsaustausch – so die Feststellung der Anwesenden, die stellvertretend für andere sowohl den Blickwinkel der Kitas und Schulen als auch der Beratungsstellen, Vereine und der Kreisverwaltung in die Diskussion einbrachten.

Am Ende der fast 3-stündigen Sitzung wurde beschlossen, Anfang 2013 ein weiteres Treffen durchzuführen. Neben den  Ergebnissen  der Status-quo-Analyse soll dann auch der Stand der Initialmaßnahmen Thema sein.

Das Projekt „Netzwerk Familie“ wurde im Rahmen des LAP Börde über das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN.“ gefördert.

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