Auf die Verpackung kommt es an

Müllsammelaktion am Kurfürst-Joachim-Friedrich Gymnasium

Corona-bedingt ruhen die beiden AG’s „Nachhaltige Ernährung“ am Kurfürst-Joachim-Friedrich Gymnasium in Wolmirstedt derzeit. In einer der letzten AG‘s waren die Schülerinnen und Schüler aber noch so richtig im Einsatz für die Umwelt:

Es ging einmal nicht nur um das Essen an sich. Die Schüler und Schülerinnen der 5ten Klasse lernten vielmehr, dass es beim Einkauf von Lebensmitteln auch auf die Verpackung ankommt. Die bunte Vielfalt zahlreicher, gut verpackter Produkte erwartet uns in jedem Supermarkt. Die Ware ist schnell ausgepackt und was nicht verzehrt werden kann, wandert in den Müll – kein Problem! Wirklich kein Problem? Das sehen die Kinder der AG nun anders. Denn mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 225 kg Verpackungsmüll im Jahr liegt Deutschland im globalen Vergleich weit oben. Und das ist schlecht für die Umwelt! Dabei lässt sich so einiges vermeiden. Die Schüler überlegten sich verschiedene Strategien, wie sie selbst handeln können. Ging das bei unseren Ur/Großeltern nicht auch anders? Unverpackte Produkte, auf dem Markte einkaufen gehen, Stoffbeutel nutzen, in Unverpacktläden einkaufen oder anstatt Plastik wenigstens Verpackungen aus Papier wählen: Das sind Ideen, die sofort in die Runde geworfen wurden.

Nach der theoretischen Einführung, wurden die Schülerinnen und Schüler dann aber auch noch ganz praktisch aktiv: Es ging raus in die Landschaft zum Müllsammeln, wie es die Kinder schon zu Beginn des Schuljahres vorgeschlagen hatten. „Wir heben auf, was dort nicht hingehört.“- so das Motto. Die Kinder waren voller Tatendrang und sammelten im Umfeld des Kurfürst-Joachim-Friedrich Gymnasiums, was das Zeug hält. Voller Entsetzen stellten sie fest, wie viel Müll sich innerhalb einer Stunde finden lässt. Vor allem genutzte Hundekot Beutel wurden mit großem Ekel mit der Müllzange in den Sack befördert. Das muss wirklich nicht sein, kommentierten die Schüler. Insgesamt präsentierte die Gruppe am Ende 5 volle Säcke Müll. Auf dem Weg zurück, wurden die Fundsachen lautstark ausgewertet. Insgesamt waren die Kinder sehr zufrieden mit ihrer Aktion und AG-Leiterin Charlotte Hecke vom LIBa e.V. war stolz auf ihre Schülerinnen und Schüler.

Das Projekt „Nachhaltige Ernährung macht Schule 2020“ wird aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. An den Eigenmitteln für das Projekt beteiligen sich neben dem LIBa „Besser essen. Mehr bewegen.“ e.V. am Wolmirstedter Gymnasium auch der Förderverein.

 

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LIBa - Besser essen. Mehr bewegen.